Mittwoch, 24. Februar 2016

Die Sache mit dem Kleiderschrank...

Auf vielen Blogs, bei Pinterest und bei Mama am Kaffeetisch purzelt mir schon seit einer Weile das Thema "Ausmisten" entgegen. Der Begriff "Capsule Collection" ist in aller Munde. Überall gibt es Tips, wie frau ihren Kleiderschrank entrümpeln kann und wo man ungetragene Kleidungsstücke möglichst sinnvoll los wird.
Auch der pfiffige Trick mit dem Bändchen an der Kleiderstange ist mir im Gedächtnis geblieben. Um herauszufinden wie häufig man Kleidungsstücke trägt - und welche nie. Alles was nicht getragen wird, kommt weg.



Innerlich schreit es da bei mir: Neeeeeeiiin!!!!
Was ist bitte verwerflich daran, im Kleiderschrank Kleidung aufzubewahren, die man nicht trägt? Wenn ich ganz ehrlich zu mir selber bin, gilt das für locker 75% dessen was ich besitze. Meine Kleidung lässt sich in so etwas Ähnliches wie Kategorien unterteilen:

  • Dinge, die ich zur Arbeit ins Büro oder als Referentin anziehe. Jeans, schlichte lässige Blusen, Tweedblazer, sehr formelle Kleidung, alltagstaugliche Strickjacken, Basics
  • Ausgehkleidung: schwarze Kleidchen, Leopardenmuster... 
  • Kleider. Massen von schönen Kleidern in bunten Mustern, Pastellfarben, Blumen, Karos,.....
  • Freizeitkleidung. Bandshirts, zerrissene Jeans, flatterige Hippieshirts, bedruckte Tops, Hoodies, Jeanshemden...
  • Besonderheiten, die ich nieeee anziehe aber immer wieder bestaune. Zum Bespiel das silbrige mit Spitze, Pailetten und Perlen bestickte Sterntalerkleid, die alten französischen Nachthemden vom Flohmarkt in der Nähe von Grimaud...


Nichts davon möchte ich hergeben. Und damit meine ich nicht die kaputten und verfärbten Kleidungsstücke. Natürlich landet auch bei mir schonmal was im Müll. Und manchmal stelle ich auch fest, dass etwas wirklich nicht mehr meinem Stil entspricht und es wird an liebe Menschen verschenkt. Nein, ich finde es nicht verwerflich, nicht benötigte Kleidung auf dem Flohmarkt zu verkaufen, ich geh da gerne shoppen... Aber mich davon trennen? Das möchte ich nicht. All die Dinge, an denen mein Herz hängt und die ich trotzdem nicht anziehe, bleiben bei mir. Ich möchte mich nicht auf eine "Grundgarderobe" beschränken - ich möchte, wenn mich die Lust dazu überkommt aus dem Vollen schöpfen können.

Nicht umsonst ist meine Garderobe im Freundinnenkreis als "Theaterfundus" verschrien. Ich liebe es. Und lasse mir auch kein schlechtes Gewissen vom Ausmist-Trend machen. :)






1 Kommentar:

Topaz hat gesagt…

Das kann ich voll und ganz unterschreiben. Ich habe Sachen in meinem, die schon 20 Jahre alt sind. Nach einer Tragepause von mehreren Jahren werden sie erneut zu Lieblingsstücken.

LG Nicole